Centella asiatica in der Auswirkung auf Tumorzellen

Der erste Bericht über die Eigenschaft von Centella asiatica -Extrakt beschreibt die hemmende Wirkung auf die Entwicklung von soliden und Ascites-Tumoren, die zu einer erhöhten Lebensdauer von tumortragenden Mäusen geführt haben soll. Die Autoren schrieben in der DNA-Synthese:

” unserer Studie zeigte C. asiatica Extrakt eine deutliche dosisabhängige Hemmung der Zellproliferation in Brustkrebszellen.” 

 

In einer Studie über die Wirkung von Centella asiatica Extrakt, im Einfluss auf Menschliche Brustkrebszellen, wurde festgestellt, dass eine konzentrationsabhängige Abnahme der Lebensfähigkeit von befallenen Zellen statt fand. 

Andere Studien heben den Wert der Effekte gegen Tumore und Geschwüre der Centella asiatica hervor. Die Pflanze ist sehr hilfreich die Synthese von Kollagen und die Bildung von Epithelium zu erleichtern und die Geschwindigkeit der Wundheilung zu verbessern.

Centella asiatica scheint selektive Toxizität gegen Tumorzellen zu haben.

 

 

Centella Asiatica Beschreibung

Centella aiatica ist eine kriechende, polsterbildene Staude. Die Pflanze ist also ein mehrjähriges, Ausläufer bildendes Kraut. Die Ausläufer enden jeweils in einem Knoten an dem sich Wurzeln ausbilden. Die aus den Knoten austretenden Blätter sind nieren- und kugelförmig, gewellt und gekerbt. Sie sind zwischen 1 und 4,5 Zentimeter lang und 1,5 bis 5 Zentimeter breit. Die Blattunterseite ist an den Blattrippen mit kleinen Haargruppen besetzt, die Oberseite ist kahl.
Die Stängel sind kahl oder fein behaart. Im Frühjahr bis Sommer bilden sich kleine rosafarbene bis rötliche Blüten. Die Früchte sind gehören zu den zweiteiligen Spaltfrüchten. Sie sind eiförmig und werden zwischen 2,1 und 3 Millimeter lang, ausserdem 2,2 bis 3,6 Millimeter breit. Auf den Früchten befinden sich Primär- und Sekundäre Rippen, die laut Wikipedia gut zu erkennen sind und eine Netzstruktur bilden.

Die Blüten- und Fruchtzeit reicht von April bis Oktober.

 

 

Die Anwendung von Centella asiatica bei Lepra

In der traditionellen Medizin Indiens und Asiens ist Centella asiatica seit langem bekannt. In Afrika und Indien ist das Kraut ein traditionelles Lepraheilmittel. In der traditionellen afrikanischen Gesundheit ist die Pflanze für die Behandlung von Lepra üblich. Der hochdosierte Inhaltsstoff Asiaticoside löst die wächserne Schicht des Leprabakteriums auf, damit das Immunsystem das Bakterium zerstören kann.

In Zeiten von Lepra-Erkrankungen wurde von erfolgreichen Behandlungen und unerwarteter Heilung berichtet. Obwohl Lepra heute bei uns und auch in Südostasien kein Thema mehr ist, wissen wir aus der pharmakognostischen Forschung, dass der in Centella asiatica enthaltene Stoff namens Asiaticosid in der Lage ist, die Zellwände der Bakterien zu zerstören, welche Lepra auslösen.

Auf einer Internetseite wird aus dem Buch “Drugs of India” (Chatterje, Calcutta 1934) ein Kapitel zusammengefasst:

Chatterjee gibt einen Bericht über die Wirkung der Anwendung bei Leprakranken wieder. Demnach verursacht Hydrocotyle erst ein Gefühl der Wärme und des Prickelns der Haut, besonders auf der der Hände und der Füße. Nach einigen Tagen stellt sich Hitzegefühl ein, das oft kaum zu ertragen ist. Die Kapillarzirkulation wird beschleunigt, und nach einer Woche fängt der Appetit an sich zu bessern. Die Haut wird allmählich weicher, ihre Verdickungen werden abgestoßen und sie erlangt wieder die Fähigkeit der Transpiration.

 

Übliche Dosis:0,6-1,2 g der Blätter in Pulvern täglich; dreimal täglich 10 Tropfen des Fluidextraktes; 0,1-0,4 g der Wurzel

 

Wundheilung der Centella asiatica

Die Centella asiatica ist eine Pflanze mit großem Einfluss auf unsere Wundheilung. Die darin enthaltenen Wirkstoffe wie ätherische Öle, Aminosäuren, Fettsäuren und Mineralsalze schützen die Haut, verhindern Bakterienbefall und steigern die Kollagenbildung. Kollagen steigert die Verdickung der Haut, wodurch die Festigkeit des Fleisches, Wundheilung und die Reparatur von geschädigtem Gewebe wieder hergestellt wird.

Eine Studie hat mit Hilfe eines alkoholischen Extraktes von Centella asiatica eine schnellere Wundheilung nachgewiesen. Durch orale und topische Verabreichungen bei Ratten, kam es zu einer vermehrten Zellproliferation (schnelles Wachstum beziehungsweise Vermehrung von Gewebe). Ausserdem kam es zu einer  Kollagen-Synthese an der Wunde, sowie zu einer Erhöhung des DNA-, Protein-und Kollagen-Gehalts von Granulationsgewebe. Die mit dem Extrakt behandelten Wunden erwiesen sich als schneller epithelisierend (wundheilend) und die Rate der Kontraktion (Zusammenziehen einer Wunde um Wundheilung zu beschleunigen) war schneller als im Vergleich zu Kontrollgruppe ohne dieses Hilfsmittel.

Selbst die Reifung von Narben sollen durch den in der Pflanze enthaltenen Kollagen Typ l stimuliert werden.

 

Centella asiatica, ein neues Wundermittel

Centella asiatica oder auf deutsch auch “Indischer Wassernabel” genannt, eröffnet uns wohl möglich ganz neue Behandlungsformen von Krankheiten, die für uns bis jetzt unheilbar schienen.

Das Wunderkraut ist für uns Europäer noch eher unbekannt weil es weltweit in den Tropen und Subtropen verbreitet und im tropischen Amerika, in Afrika, Indien, Westpakistan, China, auf Japan und den pazifischen Inseln heimisch ist.
Heute stellen wir jedoch fest, dass diese Pflanze auch für uns schon viel früher hätte nützlich sein können.

Es soll nämlich nicht nur durchblutungsfördernd, antibakteriell und wund heilend wirken, sondern auch zur Verbesserung des Hautbildes, Revitalisierung des Gehirns und des Nervensystemes und zur Erhöhung der Aufmerksamkeitsspanne und Konzentrationsfähigkeit beitragen.
Darüber hinaus wird die Pflanze in Thailand schon heute zur Opium-Entgiftung eingesetzt und soll zur Hilfe der Wundheilung von Lepra beitragen.
Der erste Bericht über das allheilende Kraut beschreibt, wie der Extrakt der Centella asiatica den Wachstum von Tumorzellen bei Mäusen starkt hemmte und somit ihre Lebenszeit deutlich verlängerte.

Richard Lucas schreibt in seinem Buch (im Jahr 1966 veröffentlicht), dass eine Unterart der Pflanze ein so genanntes “Jugend-Vitamin-X” enthalten sein soll, was zur Langlebigkeit beiträgt. Diese Unterart ist jedoch leider nicht bekannt und somit nicht erwiesen.

Die Biopiraten reißen sich Pflanzen unter den Nagel

Auch Centella asiatica ist schon ein Opfer der Biopiraterie großer Konzerne geworden. Der Medizinriese Bayer hat sich mit mehreren Patenten die Wirkung der Centella asiatica schützen lassen.

Das sagt die Firma von sich selbst:

Unser Plan: Weltweit als Spezialist für natürliche Inhaltsstoffe aus tropischen Pflanzen zu gelten, die in Arzneien, Kosmetika und Beauty-Produkten Anwendung finden

Tatsächlich aber wird hier uraltes Wissen patentiert, das eigentlich gar nicht patentierbar sein sollte, sondern seit jeher den Menschen gehört, die die Pflanze seit Jahrhunderten nutzen.

Immerhin entstehen langsam auch Lobbyorganisationen, die versuchen, den Konzernen die Stirn zu bieten, wie zum Beispiel das African Centre for Biosafety.

Was haltet ihr von der Geschichte? Sollte man Bayer und andere Konzerne, die uraltes Wissen patentieren, boykottieren oder was kann man sonst tun?

Buchkritik: Naturkosmetische Rohstoffe

Kürzlich habe ich das Buch “Naturkosmetische Rohstoffe: Wirkung, Verarbeitung, kosmetischer Einsatz” von Heike Käser gelesen. Ein sehr interessantes Buch in dem man viel über Centella asiatica und viele andere interessante natürliche Kosmetika erfahren kann.

Die Autorin schreibt noch dazu:

Dieses Buch bietet privat Interessierten sowie Kosmetikerinnen, PTA und Aromatherapeut(inn)en eine fundierte Basis für eine naturkosmetisch orientierte Herstellungspraxis. Es ist Rohstofflexikon, Nachschlagewerk und Arbeitsbuch in einem. Das Buch stellt bewährte und moderne Rohstoffe in funktionalen Gruppen vor, die in Einzelportraits im Detail beschrieben werden: Pflanzenöle und -butter, Wachse, Sterole, Lecithine, Kräuter, Emulgatoren, Tenside, Konsistenzgeber, Hydratisierer, Vitamine, Gelbildner, Konservierungsmittel, Tonerden und Lichtschutzpigmente. Übersichtstabellen erleichtern das schnelle Auffinden. Sinnvolle naturkosmetische Rohstoffe, ihre Charakteristika und Wirkungsweise mitsamt den Kerndaten zu ihrer Verarbeitung, Kombination und kosmetischen Eignung sind dargestellt.Wer mehr über Inhaltsstoffe gekaufter Naturkosmetik erfahren, eine eigene Pflegelinie auf den Markt bringen oder einfach wirksame Kosmetik für sich selbst herstellen will: In diesem Buch sind die Antworten, die Sie brauchen und eine Fülle an Hintergrundinformationen.

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